Lifestyle

Und wer ist jetzt James Goldstein?

24. October 2016

James Goldstein in Paris, Oktober 2016 © Jonas Huckstorf
James Goldstein in Paris, Oktober 2016 © Jonas Huckstorf

James Goldstein ist alles, was die gewöhnliche Fashion Crowd nicht ist. Und genau deshalb wollten wir ihn einmal etwas besser kennenlernen

Auf seiner Visitenkarte liest man „Fashion Basketball Architecture“: James Goldstein, lebender Mythos in der Fashion-Szene, der mit seinem unverkennbaren Stil stets hervorsticht, ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Front Rows auf der ganzen Welt.  Noch in und direkt nach der vergangenen Fashion Week haben wir mit dem „Selfmade-Fashionisto“ über Python-Hüte und Paris geplaudert.

Mr. Goldstein, wie haben Sie die vergangene Paris Fashion Week erlebt?
Paris ist meine absolute Lieblingsstadt auf dem Globus und die Pariser Fashion Week ist die beste hinsichtlich der Qualität der Designs, der Partys und der allgemeinen Begeisterung für Mode.

Was ist für Sie das Besondere an Paris?
Vom Fashion-Standpunkt aus, sind die Leute hier, die mit Abstand am besten Angezogenen der Welt. Der Stil der Leute ist einzigartig.

Sie sind immer auf der Suche nach jungen aufstrebenden Designern und Talenten…
Ich wünschte ich könnte sagen, dass ich eine neue Entdeckung gemacht hätte. Bisher noch nicht. Solange werde ich meine Kleidung weiter bei Saint Laurent und Balmain kaufen, und sie neben den für mich persönlich angefertigten Stücken tragen.

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James Goldstein in Paris, Oktober 2016 © Jonas Huckstorf

Gefällt Ihnen dann aber die Arbeit von Anthony Vaccarello, dem neuen Designer bei Saint Laurent?
Ich habe die letzte Show gesehen und war ziemlich beeindruckt von seinen Entwürfen für Frauen. Ich habe seine eigenen Shows in den letzten Jahren verfolgt und wusste deswegen, was man von ihm erwarten konnte. Es wird sich zeigen, was er alles für Männer tun kann, aber da bin ich guter Hoffnung.

Wie viele ihrer berüchtigten Hüte haben Sie eigentlich mitgebracht?
Ich habe drei Hüte dabei, alles Spezialanfertigungen.

Welche Eigenschaften besitzt ein guter Hut? Nicht umsonst haben die Medien Sie einmal Crocodile Dundee genannt…
Alle meine Hüte sind Anfertigungen aus Python-Leder, das ist etwas wofür ich bekannt bin, das ist mein Lieblingsmaterial. Und das ist es auch, was meine Hüte besonders macht, niemand sonst trägt Hüte aus Python-Leder. Das Material sieht wunderschön aus und ich bin stolz, sagen zu können, dass ich alle auch selber entworfen habe.

Sie haben ja auch Ihre eigene Fashion Brand…
Ja, es gibt jetzt James Goldstein Couture, das von zwei sehr engen Freunden aus Mailand geführt wird. Meine Rolle ist eher die eines Influencers: Richtlinien geben, Details besprechen, sowas eben…und natürlich stehe ich mit meinem Namen für die Kollektion. Aber der Großteil der Arbeit wird von meinen Partnern übernommen.

James Goldstein in Paris, Oktober 2016 © Jonas Huckstorf
James Goldstein in Paris, Oktober 2016 © Jonas Huckstorf

Können Sie uns zuletzt noch Ihre Lieblingsplätze in Paris verraten?
Ich gehe täglich zum Lunch ins L’Avenue, ich liebe das Essen dort: easy, pure, healthy. Die Leute, die dort sind, sind perfekt angezogen. Oft sitze ich einfach nur draußen und beobachte die Leute beim Kommen und Gehen, das ist sehr unterhaltsam, wenn man dazu noch sehr gutes Essen genießen kann. Ich bin nicht der Typ, der oft in Bars rumhängt, aber wenn ich in Paris bin, ist es immer die Le Bar du Plaza Athénée. Was Clubs angeht gehe ich gerne ins L´Arc, ins Raspoutine und ins Le Montana. Das sind meine Clubs. Aber während der Fashion-Week gibt es oft genug Partys. Ich versuche ja auch jeden Tag, allen Einladungen nachzukommen.

Haben Sie vielen Dank für das Interview.

Autorin: Margarethe Atulla
Foto: Jonas Huckstorf