Lifestyle

Buchtipps fürs Wochenende

Von , 15. December 2016

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© Dior

Von Christian Dior über Thomas Meinecke bis zu Christian Kracht – hier kommen unsere Buchtipps zum Wochenende

Nachschub fürs Bücherregal! Die Winterzeit bringt nicht nur einige kalte Tage, sondern auch neues von den Klassikern der internationalen Gegenwartsliteratur – eine Auswahl:

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© Suhrkamp

Eine Moderedakteurin, die sich für eine Prinzessin hält, eine autodidaktische Sexualwissenschaftlerin und ein androgynes Model, deren Spezialgebiet texanische Kolonien sind, verhandeln ihr WG-Leben. Gemixt wurde der wilde Cocktail von Thomas Meinecke, der sich selbst als feministischen Autor bezeichnet.

SELBST von Thomas Meinecke, Suhrkamp, 472 Seiten, etwa 25 Euro

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© Schirmer & Mosel

Das Leben Christian Diors in einem Satz zusammenzufassen, würde sich wohl als äußerst schwierig gestalten. Auf über 300 Seiten klappt das schon eher. Und wenn der legendäre Modeschöpfer diese auch noch selbst verfasst hat, wird klar: So nah ist man Christian Dior wohl noch nie gekommen. Zum 70. Jubiläum des Modehauses wurde Diors Autobiographie von 1956 neu aufgelegt – ein „New Look“ für das Buch, quasi.

DIOR UND ICH von Christian Dior, SchirmerMosel, 304 Seiten, etwa 25 Euro

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© Luchterhand

Sterben, Lieben, Spielen, Leben, Träumen. Fünf Säulen des Menschen und fünf Bestseller des Norwegers Karl Ove Knausgård, in denen er sich mit seiner Vergangenheit abkämpft. Ihm wurde vorgeworfen, er sei ein Narzisst, ein infantiler Verräter und habe keinen Willen zur literarischen Form. Genau das macht ihn aber so beliebt. Er entblößt ohne Schnörkel, wo’s wehtut. Das Amerika der Seele versammelt seine Essays über Kunst, Seele und Gesichter in den Wolken – viel leiser und zarter, als man ihn bisher kannte.

DAS AMERIKA DER SEELE von Karl Ove Knausgård, Luchterhand, 480 Seiten, etwa 24 Euro

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© Kiepenheuer & Witsch

Christian Kracht bekannte in einem Interview, dass er eigentlich immer Regisseur werden wollte. Er habe jedoch kein anderes Talent außer Schreiben. In seinem neuen Roman Die Toten erschafft er dafür den Regisseur Nägeli, der einen Horrorfilm drehen will, am Ende eine Erleuchtung hat und nebenbei auf die Elite der Filmgeschichte trifft.

DIE TOTEN von Christian Kracht, Kiepenheuer & Witsch, 224 Seiten, etwa 20 Euro

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© Luchterhand

„Die Grundlage meiner speziellen Wahrnehmung ist, dass mir seit jeher die Welt zu nahe tritt“, sagt Terézia Mora. Aus dieser Überforderung strickt sie kraftvolle Erzählungen. Zum Beispiel die Dreiecksgeschichte zwischen den verliebten Teenagern Sandy und Tim und der Chefin von Tims Ausbildungsbetrieb, die eine gewisse Zuneigung zu ihrem Schützling verspürt. Jeder Satz sitzt und wirkt. Mora Magic!

DIE LIEBE UNTER ALIENS von Terézia Mora, Luchterhand, 272 Seiten, etwa 22 Euro

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„Wir werden geboren, ohne eine Wahl zu haben. Müssen wir deswegen auf gleiche Art sterben?“ Der erfolgreiche Unternehmer Ross kämpft gegen den Tod. Sein Businessmodell sieht vor, Menschen einzufrieren, bis der Stand der Medizin ihre Heilung möglich macht. Bevor Ross‘ kränkliche Ehefrau schockgefrostet wird, reist der Sohn an und trägt seine Bedenken vor. Große Themen vom Meister DeLillo. Wurde die Postmoderne auch auf Eis gelegt?

NULL K von Don DeLillo, Kiepenheuer & Witsch, 288 Seiten, etwa 20 Euro

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Ein ungeborenes Ich erzählt, wie es die Begegnung seiner zukünftigen Eltern arrangiert. Aus der skurrilen Grundidee spinnt Tilman Rammstedt die temporeiche Story Morgen mehr, voller unwahrscheinlicher Wendungen, damit das Unmögliche wahr werden kann. Rasend komisch.

MORGEN MEHR von Tilman Rammstedt, Hanser Verlag, 224 Seiten, etwa 20 Euro

Dieser Artikel ist in der November/Dezember 2016-Ausgabe von L’Officiel erschienen.