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Filmtipps fürs Wochenende

Von , 27. April 2017

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Von gefallenen Propheten, gefeierten Rocklegeden und gescheiterter Liebe – unsere Filmtipps zum Wochenende

The Birth of a Nation

19. Jahrhundert in Virginia: Nat Turner (Nate Parker) predigt aus der Bibel. Der Plantagenbesitzer nutzt dessen Gabe, um andere Sklaven gefügig zu machen. Am Ende gibt es eine blutige Rebellion. Sundance-Favorit!

Seit dem 13. April im Kino

Tiger Girl

Höflich sein ist wie Gewalt gegen sich selbst, stellt Tiger (Ella Rumpf) fest. Vanilla (Maria Dragus) verfällt der Rotzgöre mit den klaren Vorstellungen von Gut und Böse. Ein Mädchen-Action-Movie, das gewaltig stimmungsaufh ellend wirkt. Es ist der zweite Film von Regisseur Jakob Lass (Love Steaks), der zusammen mit seinem kleinen Bruder Tom dem deutschen Kino eine Frischzellenkur verpasst hat. FOGMA nennt sich ihre Methode: wenig Drehbuch, viel Improvisation, sehr authentisch und ein bisschen albern. Und trotzdem politisch: “Tiger hat Werte, Vanilla nur Gefühle. Gewalt ist nur durch Werte zu stoppen.”

Seit dem 6. April im Kino

Es war einmal in Deutschland

Als der Film während der Berlinale Premiere feierte, war der Applaus verhalten. “Meinen die das witzig oder ernst?”, fragte ein Mann im Kinosessel. Wahrscheinlich beides. Beißender schwarzer Humor, der einem Tränen in die Augen treibt. Nach Ende des Nazi-Regimes gründen ein paar jüdische Freunde mit halbseidenen Methoden einen Wäschehandel. Aber warum wird David (Moritz Bleibtreu) von den Amerikanern verhört? Hatte der begnadete Witze-Erzähler Kontakt zu Hitler?

Seit dem 6. April im Kino

Gimme Danger

“If somebody want to make a Stooges film, I wish it would be you”, soll Iggy mal zu Jim Jarmusch gesagt haben. Und so kam es. Zumal Iggy auch schon bei Jarmuschs Dead Man und Coffee And Cigarettes als Schauspieler vor der Kamera stand. Nach dem eher poetisch plätschernden Paterson collagierte Jarmusch nun ein Rock-Legenden-Meisterwerk zusammen. Der heutige Iggy erzählt, wie ihn damals der Besuch einer Ford-Fabrik inspiriert habe. Der laute Knall einer Maschine – so sollten die Stooges klingen! Dann hört man den jungen Iggy ins Mikro schreien: “Danke an die Person, die mir die Flasche an den Kopf geworfen hat. Ich habe es wieder überlebt!”

Ab dem 27. April im Kino

Die Schlösser aus Sand

Die Franzosen können einfach gute Beziehungsfilme machen – obwohl die Scheidungsrate in Frankreich weltweit eine der höchsten ist. Aber gute Kunst entsteht bekanntlich aus einem Mangel: Éléonores (Emma de Caunes) Vater stirbt. Sie muss sein Haus in der Bretagne verkaufen. Mentale Unterstützung leistet ihr Ex-Freund (Yannick Renier). Ein furioses Wochenende samt Immobilienmakler und missglückten Blowjobs. Die Liebe stirbt zuletzt!

Ab dem 27. April im Kino

Dieser Artikel ist in der Mai 2017-Ausgabe von L’Officiel erschienen