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Hausbesuch bei Frida Kahlo

Von , 15. November 2016

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Frida Kahlo, fotografiert von Lucienne Bloch in New York, 1933 © Granger, NYC., Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust, Mexico, D.F./DACS

Sie war Künstlerin, Kämpferin und irgendwie auch Kuratorin ihrer ganz eigenen Welt – jetzt lädt das Buch “Frida Kahlo at Home” zur Stippvisite bei der Mexikanerin

Ihre Werke sind wie surrealistische Spiegel ihres Leben – und ihres Umfelds. Frida Kahlo übersetzte mit zahlreichen Bildern und Selbstporträts ihre Leiden, Affären und Erlebnisse in Malerei. Und zeigte so nicht nur, was sich in ihrem Kopf, sondern auch in den Räumen, an den Wänden, vor den Fenstern und hinter den Türen befand, die sie den Großteil ihres Lebens umgaben.

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Frida mit Trotsky und seiner Frau, Natalia Sedova, und Max Schachtman, Leiter des amerikanischen kommunistischen Komitees, 1937 © Prisma Bildagentur AG, Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust, Mexico, D.F./DACS

Denn ebenso wie ihr Schaffen waren auch die Häuser, die Kahlo ihr Zuhause nannte, durchzogen von Farben, von Tieren und Pflanzen, Erinnerungsstücken und Entdeckungen. Durch eine frühe Erkrankung an Kinderlähmung lange ans Bett und andere gesundheitliche Probleme oft ins Innere gefesselt, begann Frida Kahlo als Kind mit dem Malen und gestaltete bald nicht nur das Viereck auf der Staffelei, sondern auch den Raum um dieses herum, ganz nach ihren Vorstellungen. Beeinflusst von der Kultur Mexikos, von ihrem langjährigen Ehemann Diego Rivera und den Schicksalsschlägen, die ihr Leben als Leitmotiv prägten, wurden ihre Wohnorte zu Reflektoren ihrer Biografie.

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Frida Kahlos Studio © The Art Archive, Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust, Mexico, D.F./DACS

Und das nun nicht mehr nur in Lateinamerika, sondern auch gedruckt, gebunden und kuratiert in Form des Bildbands Frida Kahlo at Home, der von ihrem Geburtshaus in Mexiko City, dem heutigen Frida Kahlo Museum, bis zu Familienfotos und Archivmaterial ein vielschichtiges Bild der Malerin zeichnet. Da findet sich der charakteristische Rollstuhl vor einer großen Staffelei, unzählige Farbtöpfe unter einem riesigen Fenster, ihre eigenen Bilder gelehnt an schwere Steinwände und sattes Blau neben einem Wust aus Grün – und all das zusammen zeigt schließlich, wie sehr Kahlo nicht nur ihr Inneres nach Außen, sondern auch ihre unmittelbare, von ihr selbst gestaltete, Umgebung auf ihr Inneres kehrte.

Frida Kahlo at Home von Suzanne Barbezat, verlegt von Frances Lincoln, ist am 01. Oktober 2016 erschienen.

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Garten des Blauen Hauses © John Warburton-Lee Photography, Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust, Mexico, D.F./DACS
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Frida und Nick Muray © Heritage Image Partnership Ltd, Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust, Mexico, D.F./DACS
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Die Küche des Blauen Hauses © Paul Gordon, Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust, Mexico, D.F./DACS