Lifestyle

Durch Paris mit Isabel Marant

4. March 2016

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©Lachlan Bailey

Paris, je t’aime! Designerin Isabel Marant gibt Kulturtipps für die französische Hauptstadt

Ob der Hype um Isabel Marant jemals erlischt? Wohl kaum. Wie kein zweites Label verbindet die französische Modemarke Bohemien Chic mit Pariser Flair. Eine Frau in Isabel Marant wirkt einfach lässig elegant – als schere sie sich nicht allzu sehr um ihr Aussehen (dass sie in Wirklichkeit genau das Gegenteil macht, tut nichts zur Sache). Wer also sonst als die Meisterin des unbeschwerten Pariser Chics könnte uns die besten Kulturtipps für die französische Metropole geben? Eben.

Meine Kunst

Ich liebe Egon Schiele, die Konzeptkunst von Sol LeWitt und Cindy Shermans Selbstportraits. Und natürlich die Skulpturen von Alberto Giacometti. Was ich mir unbedingt anschauen möchte: Die Fotografie Ausstellung des tollen malischen Künstlers Seydou Keïta im Pariser Grand Palais, die vom 31. März bis zum 11. Juli 2016 läuft.

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©Egon Schiele, Rainerbub 1910/Österreichische Galerie Belverde/Bridgeman Images , iStock, Dr.

Meine Restaurants

Wenn ich Lust auf ein gutes Entrecôte mit Pommes habe, gehe ich ins Chez Georges (1, rue du Mail, 2. Arrondissement). Ansonsten gibt es im Al-Dar (93, av. Raymond-Poincaré, 16e oder 8, rue Frédéric-Sauton, 5. Arrondissement) köstliche libanesische Gerichte. Ein wunderbar deftiges Sauerkraut bekommt man in der Brasserie Lipp (151, Boulevard Saint-Germain, 6. Arrondissement).

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©Instagram @spoonfull_of_happiness

Meine Musik

Ich hatte schon immer eine Vorliebe für elektronische Musik: Vom New-Wave Punk über Ragga bis hin zu Elektro. Zu meinen alten französischen Musik-Liebschaften zählen Joe Dassin, Serge Gainsbourg und Alain Bashung. Auf Dauerschleifen laufen bei mir momentan Lou Doillons Album Lay Low und mein absoluter Lieblingssong La Belle Vie von Sacha Distel.

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Meine Bücher

Auf meinem Nachttisch liegt gerade „Kafka am Strand“ von Haruki Murakami, ein wunderbarer Bildungsroman, den ich immer und immer wieder lesen könnte. Mein Lieblingsautor ist Salman Rushdie: Er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt, um „Die Santanischen Verse“ zu veröffentlichen – und ist seitdem ein Symbol der Meinungsfreiheit.

Rushdie

Meine Filme

Mein Filmgeschmack variiert je nach Genre, Herkunft und Machart: Von Wim Wenders Dramen bis hin zu den Komödien von Charlie Chaplin – es gibt so viele, ganz unterschiedlich gute Filme. Und ich mag alles vom amerikanischen Regisseur Jim Jarmusch, des Franzosen Jacques Audiard, vom spanischen Filmemacher Pedro Almodóvar und Italiener Federico Fellini. Mit meinem kleinen Sohn habe ich den letzten Star Wars, „Das Erwachen der Macht“, gesehen – wir haben den Film geliebt!

Wim Wenders DR

Dieser Artikel ist in der französischen L’Officiel erschienen (No. 1003, Ausgabe März 2016, S. 102), Autorin: Sophie Rosemont, Übersetzung: Lea Busch.